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Am 26.04.2010 findet wie in jedem Jahr der internationale Projekttag der deutschen UNESCO-Projektschulen statt. Das Thema in diesem Jahr lautet: Unser Handeln – Unsere Zukunft. Doch bevor wir in Salzmanien uns Gedanken über das zukünftige Leben machen, haben wir zunächst einmal die derzeitige Situation in Afrika näher beleuchtet.
In der Dekade vom 12.04. – 22.04. bzw. in der Woche vom 19.04.-22.04.2010 haben wir uns in den verschiedensten Bereichen gemeinsam mit den Schülern mit Afrika beschäftigt. Einige der Ergebnisse und Unterrichtsprojekte wurden am 22.04.2010 in unserer regelmäßig stattfindenden Schulversammlung präsentiert und so der Schulgemeinschaft vorgestellt.
Ausgangspunkt für unsere Themenwoche(n) war das Thüringer Schülercamp in Geraberg, an dem sechs Schüler der Salzmannschule teilnahmen und das als Thema die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika aufgriff.
 
Die Thüringer Schüler veranstalteten eine Mini-WM und tauchten durch einen Themenabend Afrika ein bisschen mehr in die doch zum Teil exotische Kultur ein. Während einige unserer Schüler also in Geraberg ihre Fußballtalente unter Beweis stellten, gestalteten alle anderen eine interessante Woche.
Was in den einzelnen Unterrichtsfächern und außerhalb der Stunden gestaltet und durchgeführt wurde, soll im Folgenden kurz dargestellt und veranschaulicht werden:
Unterrichtsprojekte
Englisch

Astonishing Africa
Joining the project of an organisation means a lot of work. Our school has recently started to apply for becoming a UNESCO project school. Bound to reaching that goal, there are conditions to fulfil, such as doing projects on a theme given by the organisation. Working on this year’s topic “Africa”, the English teachers of the 9th graders decided to do a one-week-project. The topics were:
charity organisations in Africa (UNICEF, Oxfam and MSF)
Africa in film and literature
Africa in the English speaking press
nature and tourism
the South African football world cup (Surprisingly many girls joined the “football group”.)
and a documentation of the project week.
On Monday our team, consisting of five pupils, planned how to structure our work: Who is going to take the photos, who is going to make the interviews and the video…? We had a lot of fun, and after all, we all started to look forward to the days ahead.
The second day was the one when work really started. Nearly all pupils were sitting in front of computers doing research, preparing PowerPoint presentations or simply looking for new ideas how to deal with their topics.
Some pupils also used our well-equipped school library. Various English newspapers and magazines offered a great choice of articles on Africa.

After five days of working intensively on these projects, Saturday was the day for the first presentations. They were so interesting that they awoke further curiosity.
All in all, the project opened new perspectives to all of us and gave us food for thought. However, it also showed that the general image the public has got of the African continent does not always fit.
9th graders
South Africa at a glance
 
Thinking about countries with English as an official language we usually come up with USA, Great Britain or Canada straight away. But what about South Africa? For that reason Year 10 students dealt with South Africa in their English lessons as part oft he Unesco Africa Week at Salzmannschule Schnepfenthal from April 19 to April 22, 2010. In small groups students grew their knowledge about different issues related to South Africa, such as: history, geography, sports, music and teenage life. Some decided to collect ideas for a poster that will summarize the topic, some produced time lines or board games. Two videos showing the life of South African teenagers were the basis of worksheets that students may use later on.

10th graders
Spanisch
Guinea Ecuatorial
Im Spanischunterricht beschäftigten sich die Klasse 8 und Frau Bravo mit dem Land Guinea Ecuatorial. Wir möchten kurz auf Deutsch zusammenfassen, was wir in diesem Projekt erfahren haben.

Dieser Staat liegt im Westen von Zentralafrika. Er wurde früher von Spaniern besetzt, deshalb ist bis heute Spanisch, neben Englisch und Französisch, eine der Amtssprachen.
Guinea Ecuatorial hat eine Fläche von rund 28.000 km² wobei aber das Festland 26.000 km² einnimmt und Inseln, wie Bioko, Elobey und Corsico die restlichen 2.000 km².
Die Hauptstadt von Guinea Ecuatorial ist Malabo und liegt auf der Insel Bioko im Norden.
50.000 Einwohner bevölkern sie und sie ist damit die meistbevölkerte Stadt in Guinea Ecuatorial.
Dort bezahlt man mit der Währung Franco.
Die meisten Bewohner sind Katholiken, somit ist der katholische Glaube mit 70% der Bevölkerung vertreten.
Die Landschaft in Guinea Ecuatorial ist sehr durchwachsen, da ein Teil des Landes aus Regenwald und die Küste eher aus Sümpfen besteht.
In Guinea Ecuatorial herrscht tropisches Regenwaldklima. In den Sommermonaten sind Temperaturen von bis zu 45° keine Seltenheit. In den Wintermonaten beträgt die Temperatur nie weniger als 15°.
Guinea Ecuatorial ist mit der berühmte Gruppe ‚Los hijas del sol’ – ‚Töchter der Sonne’, sowie mit ihrer Fußballmannschaft weltweit vertreten.
Dorian Schmid und Antonia Nazir
Japanisch
Die elfte Klasse beschäftigte sich während der Woche mit einem japanischen Arzt, der im Sudan arbeitet und lebt und der eine wichtige Hilfsorganisation gründete. Sie übersetzten die Informationen zu Arzt und Organisation und ebneten so den Weg für einen weiteren Kontakt.
Japanischlehrerin M.Zaita ist derzeit bemüht, Herrn Dr. Kawahara an unsere Schule einzuladen. Wenn alles gut läuft, können sich die Schüler und Lehrer der Salzmannschule auf einen spannenden Vortrag über die Arbeit des Arztes im Sudan freuen und sich gleichzeitig erneut intensiv mit dem Thema Entwicklungshilfe auseinandersetzen.

Arabisch
Im Arabischunterricht beschäftigten sich die Achtklässler ebenfalls mit dem Thema Afrika und WM. Dabei entstanden in Gruppenarbeit drei anschauliche Ergebnisse. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der WM 2010 in Südafrika und stellte hierzu ein Plakat zusammen, das nun den Arabischraum ziert.
Eine zweite Gruppe entwickelte ein Spiel zum Thema Afrika, bei dem nicht nur die Kenntnisse über den Kontinent und einzelne Länder gefragt sind, sondern auch die Fähigkeiten im Arabischen abgerufen werden müssen, da sowohl Regeln als auch Fragen auf Arabisch sind.

Die dritte Gruppe nahm sich das Theaterstück „Das Gericht der Tiere“ als Ausgangspunkt für ein eigenes kleines Theaterstück, was sie allein schrieben und welches sie bei einer späteren Gelegenheit präsentieren können. Bei dem Theaterstück geht es um die Tiere des Dschungels, die ihr Leben durch den Menschen gefährdet sehen. Nach Überlegungen, was sie machen können, um sich und ihre Heimat zu schützen, beschließen sie, einen Menschen zu fangen und ihn anzuklagen.
Das Theaterstück endet mit dem Happy-End für die Tiere: Der Mensch muss den Urwald verlassen.
Mittagsfreizeiten
Im Bereich der Mittagsfreizeiten war nicht nur die Kreativität der Fünft- und Sechstklässler gefragt, sondern auch ihr Wissen über den afrikanischen Kontinent. In der Mittagsfreizeit „Schlaues Köpfchen“ konnten die Schüler in einem Quiz und mit Hilfe eines Kreuzworträtsels rund um das Thema Afrika ihren Kenntnisstand testen und vertiefen.

Andere Mittagsfreizeiten sprachen die kreativen Schüler und Schülerinnen an, die afrikanische Bilder gestalteten und Tiergirlanden bastelten. Die Ergebnisse werden sicher noch eine Weile in der Schule ausgestellt, bevor sie dann für einen guten Zweck verkauft werden.
AG-Gestaltung
Togo ist ein kleines afrikanisches Land, das im Westen des Kontinents am Golf von Guinea liegt und scheinbar von Gott und der Welt vergessen wurde, oder zumindest weniger beachtet wird als all seine Nachbarstaaten.
Dies mag daran liegen, dass der frühere Präsident Gnassingbé Eyadéma diktatorisch herrschte und es verstand das Land international zu isolieren, sehr zum Leid der Bevölkerung. Der derzeitige Staatschef, Faure Gnassingbé, der Sohn des früheren Diktators, schafft es aber auch nicht wirklich, das Land in bessere Zeiten zu bringen, warum auch immer.
Da Togo nicht unbedingt in unmittelbarer Nachbarschaft Europas liegt und auch sonst nicht als Reiseland gilt, haben nur wenige Schüler bisher von diesem Land ein wenig mehr gehört. Durch unsere Verbindung zur Jürgen-Wahn-Stiftung seit Beginn des Schuljahres und zwei bisher geleisteter Spenden für Togo, kamen die Schüler schon ansatzweise mit diesem Land in Berührung.
Am 21.04.2010 während der AG-Zeit, konnten interessierte Schüler und Lehrer einem Reisebericht lauschen. Zu Gast war Herr Klaus Dehnert, Mitglied der Jürgen-Wahn-Stiftung, der selbst nach Togo reiste und Medikamente hin brachte sowie die Schulen besuchte, die mit Hilfe der Jürgen-Wahn-Stiftung errichtet wurden.
Er berichtete sehr mitreißend und interessant von seiner dreiwöchigen Reise nach Togo und ließ seinen Vortrag durch Videosequenzen und Anschauungsmaterialien sehr lebendig werden. Die Schüler verfolgten die Ausführungen Herr Dehnerts sehr gespannt und gestalteten ihn durch ihre eingeworfenen Fragen mit.
Um den Tag zu einem runden Abschluss zu bringen, konnten die Schüler zum Abendessen im Internat einen afrikanischen Hirsesalat kosten, der vielleicht neue Geschmackserlebnisse brachte und vielleicht bei dem ein oder anderen die Neugier auf mehr afrikanische Gerichte machte.
Afrikanische Küche
Innerhalb der Themenwoche spielte das Thema Afrika nicht nur im Unterricht und Schulalltag eine Rolle, sondern die Schüler konnten zwei Tage der Woche neue Gerichte ausprobieren. Beide Gerichte stammten aus Afrika und waren eine etwas andere Beigabe zu dem sonst so bekannten Abendessen.
Die zwei Salate, die den Schülern vielleicht Appetit auf mehr machten, waren Linsen- und Hirsesalat. Wer im Internat nicht die Gelegenheit nutzte oder nutzen konnte, kann gern zu Hause einige Rezepte versuchen, nachzukochen und dann im Kreise der Familie ausprobieren. Ihr könnt aber auch auf nächste Woche warten, denn dann wird Südafrika noch einmal im Mittagsmenue aufgegriffen. So könnt ihr euch nächste Woche den Genüssen der südafrikanischen Küche hingeben.
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