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Salzmannschule Schnepfenthal . Staatliches Spezialgymnasium für Sprachen
                 
UNESCO Projekt-Schulen: Fachtagung Weimar

Vom Sonntag, 19.09., bis Mittwoch, 22.09., vertrat ich gemeinsam mit Carolin Hoffmann (Klasse 10/1) und Anna Hersener (Klasse 9/1) unsere Schule in Weimar zur 45. Fachtagung der deutschen UNESCO Projekt-Schulen. Los ging es am Sonntag mit einer festlichen Eröffnung der Veranstaltung im Saal der Musikhochschule.

Ankunft in Weimar

Die Teilnehmer aus allen Bundesländern wurden begrüßt von Herrn Hörold, Bundeskoordinator der deutschen UNESCO Schulen, dem Thüringer Staatssekretär Herrn Merten und dem Oberbürgermeister der Stadt Weimar Herrn Wolf.

Herr Hörold                        Herr Seemann Präsident Klassik Stiftung Weimar

Aufgelockert wurden die Grußworte durch Programmpunkte zweier Thüringer UNESCO Projekt-Schulen. Die Festrede übernahm der Präsident der Klassik Stiftung Weimar, Herr Seemann. Auf sehr mitreißende und spannende Art und Weise wies er uns ein in die Begriffe Kultur und Identität und die damit verbundenen Schwierigkeiten im Alltag.

Nachdem die feierliche Eröffnung, an der auch Herr Schmidt und seine Frau als Vertreter der Salzmannschule im Publikum saßen, wurden alle Teilnehmer und Gäste bei einem Stehempfang willkommen geheißen, der dann überleitete zum ersten gemeinsamen Abendessen und den Ländertreffen der einzelnen Bundesländer.

Am Montag begann unser erster Workshop-Tag mit einem sehr emotionalen Impulsreferat, das zum Nachdenken anregte und aufklärte über Kindesmissbrauch. Ausgang für das Referat war die Odenwaldschule, an der es in der Vergangenheit zu Missbrauchsfällen kam, bisher aber niemand den Mut fand darüber zu sprechen. Nach den aufwühlenden Worten der Referentin, fanden wir uns in unseren Workshops zusammen, um unsere Themen zu bearbeiten.

Abend-Büffett

Ich hatte mir den Workshop „Mit dem Rucksack auf Entdeckungsreise – Wie erschließe ich Welterbe“ ausgesucht. Nach einer kurzen Eröffnung und theoretischen Einführung im Goethe-Museum ging es dann sogleich mit dem Rucksack in die Natur, um den Ilm-Park als Teil des Welterbes zu erschließen. Gedacht sind die Rucksacktouren für Grundschulkinder und Schüler bis 12 Jahre, aber auch wir Lehrer hatten großen Spaß an der Erprobung dieser Methode.

Mit zahlreichen Utensilien im Rucksack, wie beispielsweise einer Taschenlampe, einer Nadel, einem Blatt Papier, machten wir uns auf den Weg und erkundeten Welterbe, ohne zu merken, wie viele Kilometer wir zurück legten und wie viel wir nebenbei erfuhren. Nach der Tour durch den Ilm-Park, bei der wir auf den Spuren Fritz von Steins wandelten, erkundeten wir eine zweite Tour, die Bauhaustour.

Auch hierfür gibt es einen Rucksack, den man sich vor Beginn der Erkundungstour ausleihen kann. Wenn alle Stationen abgelaufen und alle Aufgaben erfüllt werden, erhalten die Kinder ein Bauhaus-Diplom. Zu dieser Tour gibt es einen Audio-Guide, auf dem die wichtigen Persönlichkeiten, die in Weimar für das Bauhaus wirkten, einiges für die Kinder aufsprechen. Hier wird nicht nur Historisches vermittelt, sondern den Kindern auch der Umgang mit der Natur nahe gebracht. Neben der Erforschung der Farbenlehre Goethes mit Hilfe von Brummkreiseln, sollen Kinder eine Collage aus Materialien des Parks zusammenstellen.

Goethe's Wohnhaus Musikhochschue Weimar Ilm-Park

Nach diesen zwei Touren war der Tag zu Ende und wir begaben uns zum Abendessen. Danach wurde das Thema für den nächsten Projekttag kundgetan… der bleibt aber vorläufig noch geheim. Danach ließen die Thüringer gemeinsam mit den Hessen den Tag ausklingen.

Am Dienstag war der Vormittag für die Workshops angedacht. Um unsere dritte Tour testen zu können, verließen wir die Weimarer Innenstadt und machten und auf nach Schloss Belvedere. Dort erforschten wir mit Rucksack und Heft den Schlosspark. Ganz nebenbei genossen wir natürlich die Sonnenstrahlen und fühlten uns in der Orangerie des Parks fast ein wenig wie in Italien. Nach knapp anderthalb Stunden Parkerforschung kehrte meine Workshop-Gruppe zurück zur Universität, wo wir nach einem guten Mittagessen den Beginn unserer Exkursionen mit Spannung erwarteten. Meine Exkursion führte mich ins Schloss Weimar und dort hinter die Kulissen, so dass ich tiefe Einblicke in sonst unzugängliche Räumlichkeiten und derzeitige Baustellen erhielt.

belvedere   schlosspark  brunnen

Am Abend trafen sich alle Teilnehmer der Fachtagung, auch die Schüler, die ich sonst kaum zu Gesicht bekam, in dem Festsaal der Kassenärztlichen Vereinigung zum Abend der Begegnung. Nach einem kulturellen Auftakt, der aus einem Theaterstück und einer musikalischen Kostprobe einer Schüler-Jazzband bestand, konnten wir uns alle an einem leckeren Büfett laben.

Abend der Begegnung Abend der Begegnung

Der Rest des Abends diente dazu, andere Kollegen aus UNESCO Projekt-Schulen kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen.  Vielleicht werden einige erste Kontakte, die ich knüpfen konnte, so ausgedehnt, dass wir bald auch mehr Kontakt zu anderen deutschen UNESCO Projekt-Schulen bekommen. Am Mittwoch Vormittag hatten alle Teilnehmer noch einmal Zeit, ihre Präsentationen für die Schlussveranstaltung vorzubereiten. Die Fachtagung in Weimar endete mit einem Plenum im Rahmen dessen die Ergebnisse und Erfahrungen aus den Workshops den anderen Teilnehmern vorgestellt wurden.

annaanna amalia Farbenlehre

Auf jeden Fall habe ich viele Anregungen mit von Weimar nach Schnepfenthal gebracht und hoffe nun darauf, dass ihr euch traut, auf mich zuzukommen und gemeinsam mit mir, die neuen Anregungen und Ideen gedeihen und wachsen lasst. Dann können wir gemeinsam vielleicht einen UNESCO-Ausschuss aufbauen, der all unsere Aktivitäten besser koordinieren und in ein einheitliches Ganzes bringen kann.

Was Carolin und Anna während der drei Tage in Weimar erlebt und welche Eindrücke sie neu gewonnen und mitgenommen haben, werden sie selbst berichten.

Annas Impressionen

Carolins Impressionen