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Salzmannschule trifft sich mit Europa zum 50. Geburtstag Comenius Projekt an der Salzmannschule: „Your environment = Eurenvironment„
„Your environment = Eurenvironment“ ist ein gemeinsames Comenius-Projekt von fünf europäischen Schulen zwischen 2006 und 2009. Die teilnehmenden Schulen sind: - rsg de Borgen, Leek, Holland, Koordinator Schule - Liceo Linguistico, sez. staccata Liceo Classico “G. Leopardi", Cingoli, Italien - IES Josep Miquel Guardia, Alaior, Spanien - Collège Samuel de Missy, La Rochelle, Frankreich - Salzmannschule Schnepfenthal, Deutschland Ziel des Projektes ist es, die Schüler der 5 Schulen und ihre Lehrer zu befähigen, das soziale, kulturelle, natürliche und historische Umfeld der beteiligten Länder in Bezug auf Europa kennen zu lernen und zu vergleichen. Das Projekt soll zur Entwicklung eines Bewusstseins der europäischen Staatsangehörigkeit der Teilnehmer beitragen, ihr internationales Verständnis verbessern sowie helfen ihren Blick für die kulturelle Vielfältigkeit in Europa zu öffnen. Das Projekt soll den Schülern erstens erlauben mithilfe von praktischer Arbeit und fächerübergreifenden Aktivitäten ihre Umwelt zu beobachten, zu analysieren und kennen zu lernen, um ihre Ergebnisse später unter ihren europäischen Partnern zu verbreiten. Sie konzentrieren sich dabei auf die folgenden Punkte: ‚Einander Kennen lernen’, Biosphäre’, ‚Erneuerbare Energien’ und ‚Architektur und Klima’. Die Schüler stellen verschiedenartige Dokumente (Texte, audiovisuelle Aufnahmen, CD-ROMs, Ausstellungen) für das lokale und europäische Publikum her, die auf den jährlichen Treffen von Lehrern und Schülern vorgestellt werden. Die Projekte für das SJ 06-07Die Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit sind auf der Projektwebseite www.schooljournals.net/environment zu finden. Dort haben sich alle teilnehmenden Schüler und Lehrer vorgestellt. Unsere Schule hat für die ganze Dauer des Projektes eine Wandkarte auf Sperrholz mit den Maßen 3m x 3m hergestellt. Diese Karte stellt eine Präsentation der teilnehmenden Schulen in ihrem europäischen Umfeld dar und wer Lust hat, sich diese anzuschauen, muss mal durch die Flure unserer Schule schlendern. Jede Schule hat für ihre Region typische Kochrezepte gesammelt. Darüber hinaus hat die Schule einen Fragebogen über die Essensgewohnheiten der Schüler des eigenen Landes konzipiert. Im Mathematikunterricht haben die Schüler gelernt, Statistiken für die Darstellung und Bearbeitung der daraus resultierenden Daten zu verwenden. Einen anderen Fragebogen „Wöchentliche Ausgaben für Lebensmittel“ hat unsere Schule hergestellt und per E-Mail den anderen Schulen zur Verfügung gestellt, die ebenfalls mit dem Fragebogen gearbeitet haben. Die Fragebögen sind während des Treffens in La Rochelle (21. – 25. 03.07) ausgewertet worden. In Frankreich haben sich Repräsentanten jeder Schule getroffen, um die Ergebnisse ihrer Arbeit vorzustellen und um sich besser kennen zu lernen. Für diesen Zweck hatten einige Schüler der Salzmannschule einen Film über einen typischen Schultag vom Aufstehen bis zum zu Bett gehen gedreht, geschnitten und auf DVD gebrannt. Andere Schüler haben für eine Ausstellung in La Rochelle eine Plakat 2m x 1m groß mit der Darstellung des Projektes realisiert. Darüber hinaus hat eine Gruppe von Schülern mehrsprachige Flyer über das Land Thüringen, dessen Wirtschaft, die Stadt Waltershausen und die Salzmannschule entworfen und drucken lassen. Die Schüler haben an einem Logo Wettbewerb teilgenommen. Zunächst organisierte jede Schule ihren eigenen Wettbewerb. Die zwei besten Entwürfe jeder Schule wurden nach La Rochelle/ Frankreich geschickt.
Das letzte, was sich dann auf den Weg nach Frankreich machte war das Comenius-Team unter Leitung von Französischlehrer und Comenius Koordinator Yves Cassagnes. Die Schüler Stefanie Raupach, Elisabeth Pohl (beide Klasse 10), Theresa Nickel und Alexander Knabe (beide Klasse 8) hatten sich bei der Durchführung der Projekte sehr engagiert und sich somit die Reise an die französische Atlantikküste durchaus verdient. Die Lehrerinnen Annett Jentsch und Kerstin Bitter vervollständigten das Team.
Zwölf Stunden Zugreise – eine lange Anfahrt, aber die Zeit wurde sinnvoll genutzt. Zurzeit wird nämlich ein Projekt zum Trinkwasser durchgeführt, und so ein Zugabteil eignet sich bestens zum Auswerten von Fragebögen. Je näher La Rochelle rückte, desto unsicherer wurden die Schüler ob ihrer Kommunikation in einer französischen Familie, aber diese Zweifel waren bereits kurz nach dem herzlichen Empfang auf dem Bahnhof verflogen. Die nächsten zwei Tage waren geprägt von Arbeit in Workshops, der Wahl des Siegerlogos, der Vorstellung der Schulen anhand der mitgebrachten Plakate und Poster, Verkostung der mitgebrachten süßen Länderspezialitäten der Eröffnung der Ausstellung u.a.m.. Vor allem aber waren sie Fremdsprachenbildung pur. Kommunikation auf Französisch, Englisch, Holländisch, Spanisch und Deutsch. Ein wahres Durcheinander an Vokabeln, deshalb auch anstrengend, aber gut und tatsächlich europäisch. Manchmal unterhielten sich die Nationen selbst untereinander in einer Fremdsprache. Interessant waren auch die Ergebnisse der Umfragen. So fanden die Schüler unter anderem heraus, dass die Preise für Lebensmittel in Deutschland die niedrigsten sind im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Nationen. Der letzte Tag der Reise war dann den Gastfamilien vorbehalten. Noch einmal die Möglichkeit Land und Leute und die hervorragende französische Küche hautnah zu erleben.
Wie beeindruckend die Reise für die Schüler war, wird deutlich während der Rückfahrt vom Bahnhof zum Internat – wieder ununterbrochen Stimmengewirr, aber diesmal in Deutsch und Reiseerlebnisse geschildert in den leuchtendsten Farben. Im November dann kommt Europa nach Schnepfenthal, wenn die Repräsentanten der teilnehmenden Nationen zu einem weiteren Arbeitstreffen in Thüringen erwartet werden.
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