Englisch
Französisch
Salzmannschule Schnepfenthal . Staatliches Spezialgymnasium für Sprachen
                 

Praktikumstberichte 2011 aus Spanien, China, Frankreich, Vietnam und England

Spanien - Valladolid

Nach einer lustigen Zugfahrt und einer Nacht am Frankfurter Flughafen, die nicht enden wollte, durften wir dann endlich einchecken und losfliegen. Da wir alle in der Nacht nicht viel geschlafen hatten (bedingt durch Kofferwagenwettrennen und Kartenspiele), nutzten wir die knapp 2 Stunden Flug zur Erholung. Gegen halb zehn kamen wir dann am Flughafen Madrid-Barajas an, welchen wir komischerweise ohne nochmalige Sicherheitskontrolle verlassen durften. Einige unserer spanischen Austauschpartner erwarteten uns schon und nach einer gefühlten Ewigkeit machten wir uns dann gemeinsam in der allgemein bekannten Gemütlichkeit der Spanier auf den Weg zum Bus, welcher uns nach 2 Stunden Fahrt in Valladolid an der IES Julian Marias (eine der Schulen) absetzte. Dann stand die erste Bewährungsprobe an: Begrüßung der Gastfamilien auf Spanisch. Wir alle haben dies gut gemeistert und als Belohnung Paella, Tortilla oder andere spanische Köstlichkeiten bekommen. Am Abend trafen wir uns dann, um uns die Stadt Valladolid zeigen zu lassen, welche durch ihre recht monotone Architektur am Anfang recht verwirrend schien. Morgen geht es dann das erste Mal in die Schule.
Für einige beudeutet das früh aufstehen und mit dem Bus zur Schule fahren, aber da ich direkt gegenüber wohne, trifft dies auf mich nicht zu. Im Allgemeinen kann man sagen, dass der erste Tag für alle erfolgreich abgelaufen ist.
Liebe Grüße aus dem sonnigen Spanien! (Heute waren es tagsüber ungefähr 25°C!)
Paula Berger

 

China

Welcome to Beijing Airport!

Das heißt wohl ich hab es geschafft.

Das erste mal alleine Fliegen, dann auch noch von Frankfurt nach Peking, das war auf jedenfall eine Erfahrung wert. 10 Stunden Flug.

Nach der Check-In Kontrolle für Auslaender sah ich sie schon: Die kleine Chinesin mit einem Schild in der Hand, auf dem mit Herzchen verziert mein Name stand. Ich wäre ihr am liebsten um den Hals gefallen vor Erleichterung, aber ich schaetze mal, daß das nicht so ganz in Ihrem Sinne gewesen wäre...

Nach dem wir noch einen anderen deutschen Freund von Terminal 3 abgeholt hatten (den Ehemann der Cinesin, der ich dieses Praktikum zu verdanken habe) ging die Autofahrt nach Tianjin los. Tianjin im Smog von Beijing, u.a. von dem neben der Straße gelegenen Atomkraftwerk und im Staub der Wueste Gobis zu erreichen, war nicht leicht, vorallem im chinesischen Strassenverkehr...

Hier wird Mais mitten auf der Strasse getrocknet, jeder fährt auf einer der fünf Spuren, in der er gerade möchte und jeder hupt..., die ganze Zeit.

Meine Gastfamilie, von der ich schließlich sehr herzlich aufgenomen wurde, ist der Auffassung, dass ich exzellent chinesisch spreche- egal ob ich mit meinen paar Vokabeln sage, dass ich kein Chinesisch kann, oder ob ich sage: "Ich gehen zur Toilette". Sie reden ununterbrochen auf mich ein, was im Endeffekt ja schon gut für mich zum Lernen ist.

Jeden Tag gab es neue Koestlichkeiten zu essen, und heißes Waser, Tee oder Suppe zu trinken. Bald werde ich vom vielen Stäbchenessen noch Muskelkater bekommen. :)

Noch ein letztes Mal die Hunde JiuJiu und DouDou streicheln, dann werde ich mich wohl mal ins Bett begeben, denn morgen startet mein erster Arbeitstag in einer chinesischen Firma.

Ich bin super aufgeregt und werde euch auf dem laufenden Halten!

Bis dahin- ZaiJian!!!

Ida Meyenberg

Nun bin ich schon seit zwei Wochen in Tianjin/China und es wird einfach nicht langweilig. Jeden Tag bemerke ich neue Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen diesem unglaublich facettenreichem Land und Deutschland.

Nachdem ich die erste Woche in der Druckmaterial-Firma Hanlintec zugebracht habe, wo ich als Schuetzling der Managerin ueberall mit hingenommen wurde (zu Kundengespraechen, in die Fabrik und natuerlich zu den lebhaften Kartenspielen am Mittagstisch), verbrachte ich die zweite Woche in einer privaten Vorschule fuer kleine Kinder. Dort wurde ich teilweise als Englischlehrer eingesetzt, doch die meiste Zeit lernte ich zusammen mit den Kindern chinesische Gedichte, den Umgang mit dem chinesischen Rechenschieber und verschiedene Zeichen und Pinyin.

Die Kinder sind wahnsinnig aufgeweckt, sobald ich den Raum betrete werde ich wie ein Popstar gefeiert, sie nennen mich JieJie- grosse Schwester.

Am Wochenende nahm mich meine Gastfamilie mit nach Peking, was mit dem Schnellzug nur 30 min. entfernt liegt.

Wow, diese Stadt kann man nicht beschreiben! Vom Platz des himmlischen Friedens aus, ging es zur Altstadt Pekings, die sehr idillysch und mitten im Zentrum liegt. Ueberall entlang des HouHai (einem See der frueher zum kaiserlichen Garten gehoerte) sieht man Gruppen von Trommlern und Taenzern, alte Maenner, die um einen Tisch gereiht Mahjong spielen, Laternen, die in den Baeumen wehen und in den winzigen Gassen, haufenweise kleiner Laeden und Staende mit den kuriosesten Koestlichkeiten.

Ehe der Tag dann zu Ende ging, erhaschte ich noch einen Blick auf das atemberaubende ehemalige Olympiastadium, dann fand ich mich schon wieder in der Wohnung in Tianjin.

Bis bald und ZaiJian!

Ida Meyenberg

Nun beginnt meine vierte und letzte Woche in China und ich will gar nicht an den Abschied denken muessen!!

Ich habe soviel erlebt, auch Dinge die wahrscheinlich nicht viele Touristen zu sehen bekommen.

Angefangen allein schon mit den Einblicken in eine chinesische Firma, Fabrik und Vorschule, nahm mich meine Gastfamilie immerwieder zu neuen Erlebnissen mit, damit mir nie langweilig wird und ich mich wie Zuhause fuehle!

Ich war auf einem typischem Wochenmarkt einkaufen (wo alles was leben konnte, lebte) bekam eine Live-Vorfuehrung von traditioneller chinesischer Medizin im Krankenhaus, erlernte verschiedene chinesische Gerichte, Lieder und Kartenspiele, besuchte die chinesische Hauptstadt Peking, tanzte abends im Park mit 50 anderen Frauen, war Ehrengast bei einer Shopneueroeffnung (wo mit Feuerwerk und Taenzen 'Glueck und Wohlstand' ins Haus gerufen wurde), durfte bei einem Geschaeftsessen dabei sein, erkundete natuerlich viele verschiedene Sehenswuerdigkeiten, Orte und Stadtteile TianJin's und liess mich 90 Minuten bei einer chinesischen Fussmassage verwoehnen (was sich am Ende als Ganzkoerpermassage mit Spezialisierung 'Fuss' rausstellte).

Schliesslich war ich vergangenen Samstag auf einer chinesischen Hochzeit und spielte anschliessend bis in die fruehen Morgenstunden Mahjong mit Freunden aus der Firma.

 

Die Zeit verging so rasend schnell, ich hab das Gefuehl, ich stehe immernoch bei den Trommlern am See in Beijing.

Ich wurde so liebevoll von allen aufgenommen, dass ich drei Wochen lang rund um die Uhr gluecklich war.

Ich werde die Zeit hier und all die neuen Freundschaften wohl nie vergessen.

Nun will ich meine letzte Woche noch in vollen Zuegen geniessen bevor es heisst Abschied zu nehmen, obwohl ich instaendig hoffe, dass es kein 'Lebewohl' sondern ein 'Auf Wiedersehen" sein wird.

Ida Meyenberg

Frankreich

Bonjour à tout le monde!

In meiner Gastfamilie in der Naehe von Orléans geht es mir sehr gut. Ich werde jeden Mittag und Abend mit 3 Gaengen verwoehnt. Ausserdem sind hier alle sehr gastfreundlich. Gestern hab ich zum Beispiel mit meiner Gastmama Theater gespielt und bekam daraufhin gleich eine CD von einem Mitspieler geschenkt. Meine Arbeit in der Vorschule hat leider auf Grund der franzoesischen Administration nicht geklappt, dafuer arbeite ich jetzt bei EMMAÜS einem Wohltaetigkeitsverein. Dort komme ich mit Leuten aus verschiedenen Nationen und sozialen Schichten in Kontakt. Letzte Woche waren wir in der Bretagne und hatten super Wetter - leider habe ich mein Schwimmzeug in Deutschland gelassen. Dieses Wochenende besuchen wir die Familie meiner Gasteltern im Jura und dann beginnt auch schon die letzte Woche. Mal sehen wie der Heimflug wird, denn Airfrance hat Streiks angekuendigt.

Liebe Gruesse von Patricia Baur


Vietnam

Am Dienstag den 4.10.2011 um 14:40 startete das Flugzeug des Fluges VN544 von Frankfurt am Main nach Hanoi und damit mein Auslandspraktikum. Nun bin ich schon fast 3 Wochen hier, in diesem lauten, wunderschönen, feucht-heißen Land, das sich Vietnam nennt und habe 1000 Erfahrungen und  Eindrücke gewonnen. Mein Vater ist vietnamesischer Herkunft und ich war erst ein einziges Mal zuvor in Vietnam und damals verbrachte ich die Zeit in Ho Chi Minh City, nun würde ich eine Tour von Norden nach Süden durch das ganze Land unternehmen.

Von Hanoi, Vietnams Hauptstadt aus bin ich nach Ninh Binh, einer kleinen Stadt umgeben von, zurzeit goldenen Reisfeldern gefahren und habe dort ein paar Tage verbracht. Während dieser Zeit habe ich viele Sehenswürdigkeiten in der Umgebung  besucht und bei so manchen Verwandten auf eine Tasse grünen Tee vorbeigeschaut. Einen Tag habe ich dazu genutzt in das Heimatdorf meines Vaters zu fahren, welches nicht weit von Ninh Binh liegt. Für mich war es ein sehr wichtiges Ereignis den Ort zu sehen an dem er aufwuchs, außerdem verschaffte mir das einen Einblick in das Land ganz abseits der üblichen Touristenplätze. Am Sonntag dem 09.10.2011 fuhr ich zurück nach Hanoi und wie Ida bin auch ich vom asiatischen Verkehr ganz schön überwältigt. Durchgängiges Hupen, rechts überholen, bei roter Ampel fahren, mitten auf der Kreuzung drehen und einfach nur überfüllte Straßen sind hier Alltag. 2 Tage lang habe ich Hanoi erkundet und mir unter anderem eine antike Universität angesehen. Danach ging es in die Halong Bucht, dieses UNESCO Weltnaturerbe besteht aus majestätischen, aus dem Wasser steil aufragenden Kalkinseln. Dort habe ich eine Nacht auf einer  Dschunke verbracht und mich in den dortigen Touristenmassen zum 1. Mal selbst wie einer gefühlt.  Daraufhin stattete ich Hue, der alten Kaiserstadt Vietnams einen Besuch ab, in der es vor allem eines gibt: Sehenswürdigkeiten. So habe ich dort beinahe ohne Pause riesige Grabstätten, mystische Tempel, Pagoden und die verbotenen Stadt Hues besichtigt und habe dennoch nur einen Bruchteil des kulturellen Angebots gesehen. Am 14.10.2011 fuhr ich über den Wolkenpass nach Hoi An, dieser ist eigentlich für die tolle Aussicht bekannt, leider war es jedoch an diesem Tag sehr neblig, sodass ich davon nichts mitbekam. Hoi An ist vor allem für seine Altstadt, ein UNESCO Weltkulturerbe und die zahlreichen Schneidereien bekannt. Dann fuhr ich in die Küstenstadt Nha Trang und verbrachte einige Tage dort. Dem folgte ein Ausflug in das Mekong Delta, wo es von Moskitos nur so wimmelt. Dort habe ich während einer Bootsfahrt einen der berühmten vietnamesischen schwimmenden Märkte miterlebt und nun bin ich in Ho Chi Minh City, Vietnams inoffizielle zweite Hauptstadt, wo ich bis zu meinem Rückflug nach Deutschland bleiben werde. Nun werde ich hier mein Praktikum beginnen.

Das war‘s erst einmal von mir, liebe Grüße

Simon Ta Van

England

Wo ist die Zeit geblieben? Diese Frage muss ich mir heute wirklich stellen, denn es heißt schon wieder Koffer packen.

Ich habe die letzten 4 Wochen in England verbracht und ein Praktikum an der Burghfield St. Mary’s Primary School absolviert, einer kleinen, christlichen Grundschule in der Nähe von Reading. Untergebracht war ich in einer liebenswert chaotischen Gastfamilie, mit der ich eine Menge Spaß hatte. Auch die Arbeit an der Grundschule hat mir sehr gefallen und die Drittklässler sind mir richtig ans Herz gewachsen. Letzte Woche Freitag, an meinem letzten Tag an der Grundschule, durfte ich sogar ein Deutschprojekt machen, sehr zur Freude der Kleinen, denn es gab unter anderem Schokolade und Haribo aus Deutschland.

 

Da ich schon ein paar Mal in England war, habe ich an den Wochenenden einige Freunde wiedertreffen können, aber auch Windsor Castle und Camden Market in London mit meiner Gastfamilie gesehen. Da die Grundschüler diese Woche frei haben, mache ich Ferien bei einer Freundin in Halesworth, Suffolk. Dieses kleine und ruhige Städtchen liegt ca. 15km von der Ostküste Englands entfernt und natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, einen Tag am Strand von Southwold zu verbringen. Außerdem habe ich noch Ausflüge nach Norwich, Lowestoft und Beccles gemacht.

 

Ich habe hier eine tolle Zeit verbracht und die englische Kultur, inklusive schwarzem Tee mit Milch, Linksverkehr und allem was dazu gehört, richtig genossen.

Morgen geht mein Flug zurück nach Deutschland und in meinem Koffer sind jetzt nicht nur Souvenirs, sondern auch unzählige Erfahrungen und neue Eindrücke, Kontakte zu all den gastfreundlichen Menschen hier, die ich sehr vermissen werde, und jede Menge Erinnerungen!

Kind regards and take care,

Juliane Lippert