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| Fotokurs mit Blick nach Fernost |
20.12.2005
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Gespräch auf Japanisch über
Fotografie: Hashiguchi George,
einer der bekanntesten
Fotografen Japans, stellt
Salzmann-Schülern seine
Arbeiten vor. Foto: Fischer |
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Schnepfenthal. (tlz) Mit Hashiguchi George arbeitet derzeit einer der bekanntesten Fotografen Japans mit Schülern des Sprachengymnasiums Schnepfenthal. Doch nicht die Fotografie steht dabei im Mittelpunkt, sondern das Gespräch und gegenseitiges Kennenlernen.
Diese Art des Herangehens ist für Hashiguchi George (Jahrgang 1949) Methode. Bevor er zur Kamera greift und seine in Japan berühmten Porträts aufnimmt, unterhält er sich mit seinem Gegenüber, um Näheres von ihm oder ihr zu erfahren. Auf diese Weise gibt er seinen Aufnahmen eine individuelle Sicht. Im Rahmen zahlreicher Projekte wie Siebzehn Jahre, Vater oder Träume hat Hashiguchi ganz verschiedene Menschen an unterschiedlichen Orten Japans in Wort und Bild gezeigt, er stellt sie und ihr Umfeld dar und protokolliert ihre Aussagen.
Ähnlich geht er nun mit den Gymnasiasten vor - Acht- und Neuntklässler, die Japanisch neben Englisch, Französisch oder Spanisch als nichteuropäische Fremdsprache lernen.
Zuerst interviewte der japanische Fotograf sie, befragte die Heranwachsenden nach ihren Lieblingsfächern und Hobbys. Dann legte er ihnen den Text eines 17- jährigen Japaners vor. Japanisch- Lehrerin Mariko Zeita sowie eine Dolmetscherin assistieren bei Verständigungsproblemen. Der Dialog mit dem Muttersprachler ist gut fürs Sprachverständnis und öffnet den Blick nach Fernost.
Vor diesem Hintergrund entstanden die Kontakte. Mittlerin dabei war Beate Weber, Leiterin der Mori- Ojai- Gedenkstätte in Berlin, die den Namen des berühmtesten Goethe- Übersetzers Japans trägt. "Sie hatte von unserem Sprachengymnasium gehört", berichtet Schulleiter Dirk Schmidt. Salzmanier haben die Gedenkstätte auch schon besucht. So lag es nahe, dass die Verbindung auch zu Hashiguchi, Kulturbeauftragter des Japanischen Kulturinstituts, geknüpft wurde. Als Japanisch- Lehrerin Mariko Zeita davon erfuhr, dass dieser in Japan hoch angesehene Künstler nach Schnepfenthal kommt, war sie ganz begeistert, sagt Schmidt.
Hashiguchi gestaltet öfters Projekte mit jungen Leuten. In der Regel sind sie aber älter. Sie können jedoch in den meisten Fällen kein Japanisch, betont Schmidt.
Bei Salzmanns ist es nun umgekehrt. 13- bis 14- Jährige - der älteste Jahrgang der noch jungen Schule - , die des Japanischen mächtig sind, erstellen mit Hashiguchi ein Projekt. Während des mehrtägigen Kurses geht es um Emotionen und Empfindungen und wie diese in Worte gefasst werden können. Schmidt: "Wir sind gespannt, was bei diesem Projekt entsteht".
Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien wird es abgeschlossen. Damit soll aber die Zusammenarbeit mit Hashiguchi keineswegs beendet sein. Bereits für den 21. Januar 2006 planen er und Salzmann- Lehrer eine Ausstellung zum Tag der offenen Tür an der Schule. Auch ein Sommerkurs mit dem japanischen Meisterfotografen zeichnet sich ab. Dann wird Hashiguchi George mit Sicherheit auch zur Kamera greifen. |
Von Wieland Fischer
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Preise für das Quintett
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Bild: M. Zeita, S. Li
Schnepfenthal. (tlz) "Nach der Prüfung hatte ich schon ein gutes Gefühl, eine leise Ahnung, dass ich die Jury beeindruckt haben könnte. Aber, dass ich letztendlich die Beste war, kann ich jetzt noch nicht glauben." Die 14-jährige Juliane Rühl lernt seit zwei Jahren Chinesisch am Schnepfenthäler Sprachgymnasium. Das vergangene Wochenende verbrachte sie bei der Finalrunde eines bundesweiten Sprachwettbewerbs für Chinesisch und Japanisch in Hamburg.
Insgesamt fünf Schüler der Salzmannschule hatten sich für diese Endrunde qualifiziert: Katja Eckoldt und Johanna Pohl stellten gemeinsam mit Juliane Rühl ihre Chinesisch-Kenntnisse unter Beweis, während Sarah Wahnelt und Felix Bode am Japanisch-Wettbewerb teilnahmen.
Junge Menschen mit der japanischen und chinesischen Kultur vertraut machen das ist das Ziel des Wettbewerbs. Schüler und Schülerinnen aus ganz Deutschland von der sechsten Klasse bis zum Abitur können sich bewerben. Anfangs müssen sie lediglich Grundkenntnisse der chinesischen oder japanischen Sprache vorweisen. Sie fertigen eine Hausarbeit zu einem vorgegebenen Thema, das sich auf China oder Japan bezieht, an und sprechen Sätze einer aktuellen Lektion auf Tonträger. Wer die Jury damit überzeugt, wird zur zweiten Runde eingeladen. Dort sollen die Schüler in persönlichen Gesprächen mit der Prüfungskommission ihren Lernfortschritt beweisen. Zunächst verteidigen die Jugendlichen ihre Hausarbeiten, anschließend werden sie gebeten, einen kurzen Text in der Fremdsprache laut vorzulesen.
Dem schließt sich noch ein allgemeines Gespräch mit der Jury an auf Chinesisch oder Japanisch und einige Schriftzeichen müssen geschrieben werden, erläutert der Chinesisch-Lehrer Shengchao Li. Ebenso wie die Japanisch-Lehrerin Mariko Zeita begleitete er die Salzmanier zur Finalrunde.
In Hamburg waren die Thüringer Sprachtalente die jüngsten Teilnehmer. Dennoch bewiesen sie, dass sie den Anforderungen des bundesweiten Wettbewerbs gerecht werden konnten.
Die Prüfungsergebnisse spiegeln ihren Erfolg wider: Alle fünf erhielten einen Anerkennungspreis. Dazu bekam Felix Bode eine Prämie. Als herausragende Gewinnerin zeigte sich Juliane Rühl. Für ihr Prüfungsergebnis erhielt die Preisträgerin ein Stipendium für einen mehrwöchigen Sommersprachkurs an der Universität Peking. "Ich finde die chinesische Kultur wahnsinnig interessant. Und die Sprache klingt so schön", schwärmt Juliane Rühl in Vorfreude auf die nächsten Sommerferien.
06.10.2005 Von Franziska Bravo-Roger
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Waldfrau als Schutzpatronin
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Schnepfenthal. (tlz/bau) Ein weiterer Abschnitt der Sanierung des Sprachengymnasiums in Schnepfenthal ist abgeschlossen. Am Samstag wurde "Haus 4" als Sitz der Gedenkstätte und vorläufiges Büro der Schulleitung übergeben. Sehr zur Freude des Freundeskreises der Salzmannschule, der die Wiedereröffnung seiner Gedenkstätte zum Anlass nahm, die Thüringer Waldfrau Luise Gerbing zu ehren.
Eine von Dietrun Neumann (Schwarzhausen) geschaffenen Statuette wacht im Eingangsbereich als Schutzpatronin über die Gedenkstätte und später auch die Bibliothek, die hier eingerichtet wird, wenn die Schulleitung in ein anderes Gebäude umsiedelt. Schulleiter Dirk Schmidt ist begeistert vom Fortgang der Sanierung: "mit dem Auge fürs Detail, ohne den Blick für das Gesamte zu verlieren." Frank Lindner vom Freundeskreis der Salzmannschule rückte mit seiner Festrede die Rolle Luise Gerbings und ihres Mannes Reinhold für Wissenschaft und das Leben der Gemeinschaft der Salzmanier ins rechte Licht - schließlich war Haus 4 für mehr als 30 Jahre das Heim der Familie Gerbing.
"Der Schnepfenthaler Gerbing-Doppelbaum hat reiche Früchte getragen", so der Tenor seines Vortrages, der die wissenschaftliche Bedeutung der Arbeiten Luise und Reinhold Gerbings sowie deren unmittelbaren Einfluss auf namhafte Wissenschaftler und Künstler heraus stellte.
Die Gedenkstätte des Freundeskreises mittwochs und freitags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Gruppenführungen außerhalb dieser Zeiten können bei Frank Lindner direkt angemeldet werden 03622/906005.
25.09.2005
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| Vom Hotel zum Internat II
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Waltershausen. (tlz) Die ersten Schüler des Sprachengymnasiums schauten sich den "Landgraf" in Waltershausen schon genauer an, da war das Hotel als weiterer Internatsstandort nur im Gespräch. Nun ist es offiziell: Aus dem Hotel Landgraf wird das "Internat II" für das Sprachengymnasium Schnepfenthal. Mit dem Abschied der letzten Gäste am Monatsende schließt das Hotel, um knapp zwei Monate später als Internat wieder zu öffnen.
Die 38 Schülerinnen und Schüler der künftigen neunten Klasse werden zunächst das ganze Haus für sich haben. Gegen Ende des Schuljahres wird dann die Klassenstufe 8 in den heutigen Landgraf umziehen. Vorgesehen ist, die drei oberen Jahrgänge im Landgraf unterzubringen. Die jüngeren Jahrgänge bleiben in Reinhardsbrunn. Mindestens fünf Jahre soll diese Lösung überdauern.
Die angestrebte Lösung der Internatsfrage mit einem Campus direkt am Schulgelände werde nicht aufgegeben, kündigte Landratsvertreter im Amt Konrad Gießmann (CDU) an. Gespräche gäbe es auf verschiedensten Ebenen, noch sei es aber zu früh, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch Schulleiter Dirk Schmidt und Internats-Chefin Heike Winkelmann sehen im doppelten Internatsstandort ein Provisorium.
Der Campus ist Teil des Schulkonzepts, für die pädagogische Arbeit rechnet Winkelmann mit einigen Anlaufschwierigkeiten. Dennoch biete der neue Standort auch Vorteile: Die älteren und selbstständigeren Schüler können sich besser in das Freizeit-, Sport- und Vereinsleben in der Stadt Waltershausen integrieren als von Reinhardsbrunn aus. An- und Abreise seien hier bequemer.
Für den Weg in die Schule - der genauso lang ist wie von Reinhardsbrunn aus - steht den Schülern die Waldbahn zur Verfügung. Eine entsprechende Vereinbarung mit der TWSB sei auf dem Weg, so Schulverwaltungsamtsleiter Jürgen Seiring.
Die Standards im Landgraf werden denen des Reinhardsbrunner Internats entsprechen. Zwei Schüler teilen sich ein Zimmer, dazu stehen den Schülern noch Gemeinschaftsräume für Freizeit und Lernen zur Verfügung. Die bisherige Hotelbetreiberin Sieglinde Schaaf wird für die "Internatsgesellschaft des Landkreises" Dienst- und Serviceleistungen rund um das Internat übernehmen.
Trotz der gefundenen Lösung bleibt rechnerisch ein Unterbringungsproblem bestehen. Mit beiden Standorten sind für etwa 350 Schüler Internatsplätze vorhanden, untergebracht werden sollen aber bis zu 400. Ob ein weiterer Jahrgang in Reinhardsbrunn bleibt oder am Landgraf noch Kapazitäten erschlossen werden, sei noch offen, so ILG-Geschäftsführer Peter Neufarth. Akut wird diese Frage im Schuljahr 2008/09. Bis dahin heißt es Aufatmen, dass die Diskussion um die aufgehobene Ausschreibung für den Internatsneubau keinen Abbruch bei den Schülerzahlen verursacht hat. Fürs neue Schuljahr werden 58 Fünftklässler aufgenommen. Darunter auch Schüler aus Sachsen, Hessen und Bayern.Schließt Ende des Monats als Hotel und eröffnet im August als Internet: Der Landgraf in Waltershausen.
13.06.2005 Von Oliver Bauer
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| Andenken an Waldfrau
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Bilder zur Gedenkfeier |
Schnepfenthal. (tlz) Mit einem Festakt endeten am Samstag die Feierlichkeiten zur 150. Wiederkehr des Geburtstages von Luise Gerbing, der "Thüringer Waldfrau". Zahlreiche Heimat-, Wander- und Trachtenvereine aus dem Freistaat kamen nach Schnepfenthal, um an der Gedenkfeier auf dem Historischen Waldfriedhof Blumengebinde am Grab Gerbings niederzulegen. Mit dabei auch Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU), Waltershausens Bürgermeister Michael Brychcy, Ortsbürgermeister Klaus Anschütz und Knut Kreuch als Vorsitzender des Landestrachtenverbandes. Im Anschluss daran formierte sich ein Festumzug durch Schnepfenthal. Am einstigen Wohnhaus Luise Gerbings enthüllten Reinholz und Anschütz eine Gedenktafel.
20 Jahre lang hatte die Waldfrau mit ihrem Mann in dem Haus an der Reinhardsbrunner Straße gelebt. In seiner Ansprache erinnerte Minister Reinholz an die Bedeutung Gerbings für die Region und Thüringen hinaus. Die einstige Schnepfenthaler Lehrerin beschäftigte sich mit Trachten und Bräuchen. Zahlreiche Bücher darüber hat sie verfasst. Des Weiteren hat sie an der Salzmannschule unterrichtet und die Rennsteigzeitschrift herausgegeben. Aus diesem Grund ist Gerbings Name noch heute bei zahlreichen Trachten- und Wandervereinen ein Begriff.
Feierlich wurde es am Nachmittag im Bürgersaal des Freizeitzentrum Gleisdreieck. Unter der Moderation von Knut Kreuch gab es ein musikalisches Intermezzo der Landestrachtengruppe, Trachtenverein Tabarz-Emsetal, Trachtenverein Dachsberggemeinde Ernstroda und den Hermannsteiner Musikanten. Wer mehr über die "Thüringer Waldfrau" erfahren wollte, der konnte sich in einer Wanderausstellung des Museums für Thüringer Volkskunde Erfurt informieren, die auf dem Areal des Freizeitzentrums aufgebaut wurde. Schnepfenthals Ortsbürgermeister Klaus Anschütz konnte zur Festveranstaltung auch die Urenkelin von Luise Gerbing, Barbara Sengwald, begrüßen. Anschütz selbst habe auch persönliche Erinnerungen an die Waldfrau. "Ich wohne nämlich in der Luise-Gerbing-Straße", erklärte er den überraschten Festgästen.
24.04.2005 Von Conny Möller
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Der Geist, der aus der Flasche kam
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Günther Schiering (Mitte) war der Initiator der Sammelaktion für die Salzmann-GutsMuths-Gedenkstätte. Wen-Jia Cheok zeigt das Bildnis von Carl Salzmann und Eike Werner die 600-Euro-Trinkflasche. Foto: W. Möller |
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Schnepfenthal. (tlz) Aus dieser Flasche trank vor mehr als 170 Jahren Carl Salzmann. Frank Lindner legte sie behutsam auf den Tisch in der Salzmann-GutsMuths-Gedenkstätte, um den sich am Mittwoch ein Dutzend Schüler des Sprachengymnasiums mit ihrer Geschichtslehrerin Marlene Bode und ihrem Kunsterzieher Günther Schiering versammelt hatten. Sie berichteten dem Museumsleiter von ihrer grandiosen Sammelaktion für den Erwerb der Salzmannschen Flasche.
Wer war der Besitzer des seltenen Exponates? Carl Salzmann war der Sohn des Schulgründers Christian Gotthilf Salzmann. Carl übernahm die Direktorenstelle nach dem Tod des Vaters und hatte sie von 1811 bis 1848 an der Erziehungsanstalt inne. Herausragende Verdienste erwarb er sich mit der Einführung des Chemieunterrichts und eines gedruckten Liederbuches für die Schule. Im Jahre 1813 verhinderte er die Einquartierung französischer Besatzungssoldaten in Schnepfenthal-Rödichen.
Internationale Solidarität
Auf der bocksbeutelförmigen mit braunem Leder bezogenen Trinkflasche ist der handschriftliche Namenszug des Carl Salzmann eingraviert. Der Schnepfenthaler Sachverständige Rolf Hübner bestätigte mit Schriftprobenvergleichen seine Echtheit. Lindner bekam das gute Stück unlängst von einem Gothaer Restaurator und Antiquar zum Kauf angeboten. Es sollte 600 Euro kosten.
Unerschwinglich für die knappen Kassen der Schule und die des Freundeskreises. Doch Lindner durfte mit dem Enthusiasmus und dem wachsenden Traditionsbewusstsein der jungen Salzmanier rechnen. Günther Schiering startete einen Spendenaufruf und reichte die Büchse zehn Wochen in allen Klassen herum. Vor allem die Gymnasiasten der jüngeren Jahrgänge haben gespendet, und manch einer opferte sein gesamtes Taschengeld.
"Bei dieser Gelegenheit sammelten wir auch gleich Geld für die Flutopfer in Südostasien", berichtete Schülersprecher Wen-Jia Cheok aus der Klasse 8/2. "Wir erfuhren aus der Wochenzeitschrift Stern von der Aktion ´Schulen helfen Schulen´ und dachten uns, dass wir als europäisches Sprachengymnasium mit den Fächern Chinesisch und Japanisch zu solch internationaler Solidarität einfach verpflichtet sind."
Erben Salzmanns spenden für Flutopfer
Frank Lindner ergänzte die Assoziation mit dem Weltgewissen der Geographie eines Johann Christoph Friedrich GutsMuths. Gerade der asiatische Raum wurde von dem Schnepfenthaler Pädagogen und Forscher sowie dessen Zusammenarbeit mit dem Perthes-Verlag ausführlich beschrieben.
Für die Tsunami-Flutopfer in Südostasien sammelten die Erben Salzmanns ebenfalls 600 Euro und überwiesen sie auf ein Spendenkonto. "Es ist nicht genug, dass man Gutes sagt und vernünftig handelt, sondern es kommt auch noch darauf an, wie man spricht und wie man handelt", schrieb C. G. Salzmann 1806 in seinem "Ameisenbüchlein oder Anweisung zu einer vernünftigen Erziehung der Erzieher".
03.02.2005 Von Wolfgang Möller
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Kupfer-Hülse voller wichtiger Zeitdokumente
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Schnepfenthal. (tlz/via) Im Gegensatz zur Turmknopf-Öffnung am Salzmanngymnasium in Schnepfenthal war das Aufsetzen am gestrigen Montag keine haarige Angelegenheit. Zahlreiche Dokumente, die Unterschriften aller Schüler und Lehrer, eine Auszeichnungs-Nadel und ein T-Shirt gehörten zu den Beigaben, die die Salzmanier für spätere Generationen ausgewählt hatten und in die Kupferhülse steckten. Dachdecker Mike Schatz hatte im Anschluss die ehrenvolle Aufgabe, in luftiger Höhe alles wieder an seinen angestammten Platz zu befördern und mit einem Spruch zu segnen.
Alle 193 Schüler, Lehrer und Vertreter aus der Kommunalpolitik wohnten dem historischen Augenblick in Schnepfenthal bei. Zuletzt wurde der Turmknopf im Zuge von Reparaturen im Jahr 1935 geöffnet. Die schützende Kugel war damals abgestürzt und wurde im Juni 1935 wieder aufgesetzt.
10.01.2005
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Salzmannschule: Turm wieder verziert
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SCHNEPFENTHAL (tri). Es geht planmäßig voran mit der Sanierung der Salzmannschule Schnepfenthal. Gestern wurde unter dem Beifall aller Schüler und Lehrer der Turmknopf wieder aufgesetzt. Eine Stunde unterrichtsfrei gab´s gestern an der Salzmannschule für alle, denn das seltene Ereignis sollte gebührend gefeiert werden: Auf den erst kürzlich sanierten Turm (TA berichtete) in der Mitte des Schulgebäudes setzten Bauarbeiter den mit historischen und aktuellen Dokumenten gefüllten Knopf und verhalfen schließlich der Wetterfahne zu ihrem angestammten Platz.Der Knopf war im Herbst vergangenen Jahres erstmals seit 1935 wieder geöffnet worden. Zu den darin gefundenen Zeugnissen längst vergangener Tage gehört ein Bündelchen von Haaren von Mitgliedern der Salzmannschen Familie. Alles wurde wie gehabt in luftiger Höhe verwahrt, um eines fernen Tages beim erneuten Öffnen des Knopfes wieder für Verblüffung zu sorgen.Haare der heutigen Salzmannschüler und -lehrer wurden zwar nicht für die Zukunft in der Turmzier verwahrt, dafür aber Listen mit Unterschriften aller derzeit knapp 200 Schüler und 25 Lehrer. Zu den neuen Dokumenten gehört eine Aufstellung der umfangreichen Sanierungsarbeiten, die derzeit an dem ziemlich maroden Bauwerk ausgeführt werden.Nach wie vor stehe als Fertigstellungstermin der Schuljahresbeginn 2006/07, sagte Werner Neuske von der zuständigen Kreis-Bauverwaltung. Wegen anfangs nicht überschau- barer Mängel werde das zwar knapp, sei aber durchaus zu schaffen. Auch die geplanten Sanierungskosten von rund 15,7 Millionen Euro können nach Ansicht des Bauamtsleiters aus heutiger Sicht eingehalten werden.
10.01.2005
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Optimistisch in die Zukunft sehen
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Einblicke in die arabische Welt: Shahir Nashed und Siebtklässler boten ein orientalisches Flair. Foto: Bravo Roger |
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Schnepfenthal. (tlz) Eine interkulturelle Atmosphäre bot am Samstagnachmittag die Salzmannschule. "Wir erhoffen ein großes Interesse an unserem Schulprofil", so Schulleiter Dirk Schmidt. Gelungen: Zahlreiche Gäste waren zum Tag der offenen Tür des Sprachengymnasiums gekommen.
Interessierte Eltern und Grundschüler konnten sich bei zahlreichen Veranstaltungen ein Bild von der Schule machen. Sowohl auf dem Hauptgelände als auch in der Außenstelle GutsMuths-Schule herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Hauptaugenmerk waren selbstverständlich die Fremdsprachen, die vorrangig in der Außenstelle vorgestellt wurden. Dort präsentierte man längst nicht nur Englisch, Französisch und Spanisch. Auch die Fachschaften der außereuropäischen Sprachen stellten ihre Projekte vor. Gefragt bei den Viertklässlern war der Schnupperunterricht in den Fremdsprachen. Besonders viel Originalität bewiesen die Arabischlehrer Sara Hoffmeier und Shahir Nashed. Im kreativ gestalteten orientalischen Raum wurde sogar Bauchtanz gelehrt. Spätestens dann, wenn man die lateinamerikanischen Rhythmen der Percussion-Gruppe vernahm, wusste man die Vielfalt der Kulturen, die in Schnepfenthal mittlerweile zum Alltag gehört, zu schätzen.
Das Hauptgebäude der Schule bot im Gegensatz dazu einen Einblick in den naturwissenschaftlichen Unterricht des Spezialgymnasiums. Für Experimentierfreudige standen die Fachräume für Biologie, Physik und Chemie offen. Aus ganz Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus waren interessierte Grundschüler gekommen. Für die zehnjährige Theresa Linke aus Pößneck steht fest: Sie möchte aufs Sprachengymnasium gehen. "Mir gefällt es hier sehr gut. Die vielen Sprachen interessieren mich", erzählt sie. "An der Aufnahmeprüfung nehme ich auf jeden Fall teil."
Am 12. März werden alle angemeldeten Schüler das zentrale Aufnahmeverfahren durchlaufen. Wer besteht, wird im August als Mitglied des fünften Jahrgangs des Sprachengymnasiums begrüßt. Dirk Schmidt blickt optimistisch in die Zukunft, trotz Querelen um den Internatsstandort. "Die Resonanz ist groß. Sicher werden wir viele Anmeldungen für das kommende Schuljahr haben."
09.01.2005 Von Franziska Bravo Roger
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Campus-Lösung um Jahre vertagt
(TLZ 06.01.2005)
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Waltershausen. (tlz) "Nichts hält so lange wie ein Provisorium." Bürgermeister Michael Brychcy befürchtet, dass der Umwandlung des Hotels Landgraf in ein Internat die Campus-Lösung an der Salzmannschule zum Opfer fällt; Brychcy: "Vielleicht täusche ich mich."
Enttäuscht ist er, dass der Landkreis die Entscheidung getroffen hat, ohne ihn als Bürgermeister zu informieren. Von den Internat-Plänen im Hotel am Waltershäuser Bahnhof habe er auf der Straße gehört. Am Dienstag setzte Landrat Liebezeit Schulleiter, Elternsprecher und Bürgermeister von den Plänen in Kenntnis. Am Abend stellten Internat-Geschäftsführer Peter Neufarth und Kreispressesprecher Wolfgang Machts die Pläne der Schulkonferenz vor. Die jetzige achte Klasse soll bereits ab zweitem Schulhalbjahr in das leer stehende Bettenhaus des Hotels umziehen. Die siebente Klasse folgt. Geplant ist, die jüngeren Jahrgänge in Reinhardsbrunn unterzubringen, die älteren im Hotel. Dafür sprechen Stadtnähe, Sport- und Freizeitangebote, bessere Anbindung zur Schule über Wald- und Regionalbahn. Die Umwandlung des Hotels in ein Internat muss noch per Vertrag zementiert werden. Zudem stehen in Reinhardsbrunn wie im "Landgraf" Umbauarbeiten an. Neufarth betont: "Wir wollen auch nach außen demonstrieren, wir machen nichts für die Ewigkeit." In vier bis fünf Jahren soll dann ein Internat an der Salzmannschule gebaut werden. In Pressemitteilungen heißt es: "Kultusministerium und Landkreis halten an der Campus-Lösung fest."
Schüler- wie Elternsprecher bewerten die Hotel-Variante als gute Übergangslösung. Gut sei auch, dass sich auf ihren Druck hin etwas bewegt habe. Schulleiter Dirk Schmidt tritt der Euphorie entgegen. "Man kann vier Sprachen an jeder x-beliebigen Schule unterrichten. Das Salzmann-Gymnasium zeichnet aus, dass dort multilinguale Kultur gelebt wird. Dazu brauchen wir das Internat am Standort." Die Übergangslösung sei gut, um Eltern und Schülern zum Tag der offenen Tür am Samstag klare Antworten geben zu können. Klar sei aber, dass eine Schule mit zwei Standorten (Gutsmuths) und zwei Internaten einen größeren organisatorischen Aufwand erfordere. Schmidt: "Das Schulkonzept, das in den letzten dreieinhalb Jahren erarbeitet wurde, lässt sich so nicht umsetzen."
06.01.2005 Von Wieland Fischer
Neuer Standort in Aussicht
(TLZ 06.01.2005)
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Schnepfenthal. (tlz) Eine neue Interimslösung in Sachen Internat für die Sprachenschule in Schnepfenthal nimmt Form an. Wie Landrat Siegfried Liebezeit am gestrigen Mittwoch schriftlich mitteilte, seien bis Weihnachten zukunftsweisende Gespräche mit dem Waltershäuser Hotel "Landgraf" geführt worden. Hier sollen die älteren Gymnasiasten, die einen Internatsplatz beanspruchen, noch in diesem Jahr unterkommen. Die Neuzugänge werden - wie bisher - vorläufig im Klosterpark Reinhardsbrunn untergebracht.
Am gestrigen Abend kamen Internats-, Schul- und Kreisvertreter zu weiteren Gesprächen bei der Schulkonferenz zusammen. Schüler und Eltern sollen in den nächsten Tagen über den neuen Standort informiert werden. Einigkeit soll schnellstens erzielt werden - nicht zuletzt, weil die Salzmanier am kommenden Samstag, 8. Januar, zu einem Tag der offenen Tür in ihr Haus einladen und dann auf die meisten Fragen der Gäste klare Antworten haben wollen.
Tag der offenen Tür, Samstag, 8. Januar, 11 bis 17 Uhr. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.salzmannschule.de |
TLZ, 06.01.05 |
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