| 21.03.2010
Nachdem wir nach einer anstrengenden Schulwoche ausgiebig ausgeschlafen hatten, ging es nach dem Fruehstueck direkt zum Shopping und Souveniers kaufen in die City von Shanghai. Nachdem wir mehrere Laeden und Kaufhaeuser auf der Suche nach dem idealen Souvernier abgegrast hatten, kamen wir schliesslich wieder in der Gastfamilie zurueck. Mir wurde durch mein Gastmutter beigebracht, wie man Jiaozi, ein chinesische Spezialitaet, kocht, was fast den ganzen Nachmittag in Anspruch nahm. Auch wenn ich vorher noch nie Jiaozo gemacht hatte, war das Resultat doch recht ordentlich. Zum Abendessen gab es eine weitere, weltweit vbekannte, chinesische Spezialitaet. Die Pekingente! Alles in allem war es ein kulinarisch wertvoller Tag!
24.03.2010
Wie jeden Tag den wir in Fuzhou verlebten, hatten wir auch an diesem Vormittag Unterricht in chinesischer Kultur. Diesmal stand die Geschichte der chinesischen Schrift sowie Kampfsport auf dem Programm. Durch ineressante Powerpoint-Praesentationen wurden uns viele Fakten der chinesischen Geschichte und Kultur verdeutlicht. Am Nachmittag besichtigten wir eine Privatschule die Teil der Fuzhou Nr. 1 Middle School ist. Nach einem kurzen Aufenthalt dort fuhren wir weiter zum alten Campus der Fuzhou Nr. 1 Middle School. Wir unterhielten uns ausgiebig mit den Schuelern und brachten ihnen soger ein wenig Deutsch bei. Nach unserem Aufenthalt dort, gingen wir in kleinern Gruppen in die Stadt um in einer Einkaufsstrasse ein wenig shoppen zu gehen. Abends kamen wir dann gegen 20:00 wieder in der Schule an.
Die Berichte von 15. 03. bis 30. 03. 2010
Montag, den 15.03.
Heute fliegen wir los. Bin mal gespannt wie es wird. Alle sind ein bisschen aufgeregt. Die meisten wissen nicht was ihnen bevorsteht. Ist ja auch ein ganz anderes Land, es herrschen andere Sitten, es ist eine andere Kultur. Nachdem Tom wegen einer Bastelschere an der Sicherheitskontrolle durchsucht wurde, konnten auch die Letzten zum Gate. Letzte Vorbereitungen: etwas zum lesen und naschen wurde gekauft. Es liegt immerhin 11h Flug vor uns. (Max Bauer)
Dienstag, den 16.03.
Endlich da! Und die ersten Eindrücke sind überwältigend. Alles ist riesig!! Man findet kein(!) normales Haus wie in Deutschland. Nach einer 40 min. Busfahrt erreichten wir die “Shanghai Jian Qing Experimental School” eine Schule mit Kindergarten, Grund-, Mittel- und Gymnasialstufe. Der Schulleiter begrüßte uns im Gästezimmer und dort lernten wir auch unsere Gastfamilie kennen. Obwohl Wenqing, unser Gastschüler, 17 ist, reicht er uns gerade mal bis zur Schulter. Nach ein paar gemeinsamen Fotos vor der Schule sahen wir das erste Mal unsere Unterkünfte und den Rest der Familie. Zu unserem Glück kamen wir in Viertel, wo vorzugsweise Reiche wohnten. Ein riesiges 4-etagiges Haus, wo Wenqing mit seinen Eltern, einem Bruder und seinen Grosseltern lebt. Zu unseren Erwartungen war die Familie sehr nett. Der kleine Bruder spielte für uns auch etwas auf dem Klavier.
Das Abendbrot, zu dem es Huhn, Schwein, Reisfeld-Aal und Schildkröte gab, genossen wir jedoch sehr. Da wir bereits 30h auf waren, sind wir auch schon ziemlich früh eingeschlafen. (Max Bauer)
Mittwoch, den 17.03.
Um acht Uhr trat die ganze Schule auf dem Sportplatz an. Der Schulleiter Herr Wu stellte uns, seine deutschen Gäste, den akkurat aufgestellten Klassen vor. Nach seiner Ansprache hielten Herr Chen und Herr Walter auch eine Rede. Danach wurde die chinesische Staatsflagge gehisst und die Nationalhymne ertönte aus den Lautsprechern rund um den Sportplatz, wie jeden morgen.
Als alle Schüler in ihren Klassen waren, haben die Sportlehrer uns in der riesigen Sporthalle Tai Chi und Gong Fu beigebracht. Übrigens hat die Turnhalle genauso wie der Haupteingang auch eine Anzeigetafel und zusätzlich eine Tribüne einen zwei etagigen Keller. Die Lehrer waren sehr geduldig und haben sich sehr viel Mühe gegeben.
Herr Ren und Frau Ao haben uns die Kultur und Spezialitäten Shanghais näher gebracht. Sie erzählten uns über Pan Gu, den chinesischen Schöpfergott, die zwölf Tierkreiszeichen, u.s.w.
Die Lehrer essen von den Schülern räumlich und etagig getrennt. Allerdings herrschte eine Lautstärke bei den Schülern, unvorstellbar. Für unsere Lehrer ist die Lautstärke von 100 Schülern schon viel zu viel, aber in der chinesischen Kantine, hier, sind es an die 1000 Schüler. Aber hier läuft alles viel differenzierter. Die Lehrer weisen die Schüler nicht wann sie essen, sondern diese kommen einfach, nehmen sich ihr Essen und setzen sich. Ganz anders bei uns, wo die Lehrer schon mit 400 Schülern heillos überfordert sind. Die chinesischen Schüler haben dann noch eine Mittagspause, welche sie individuell gestallten können.
Nach jener wurden wir vom Schülersprecher und den Redakteuren der Schülerzeitung in einen echten Konferenzraum eingeladen, den die Schule hat. Alle waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Sie haben zugegeben, dass sie es nicht so schön finden, jeden morgen Gymnastik zu machen und vor den Anderen herumzuhampeln/springen/rennen. Alles in allem war es ein sehr aufschlussreiches Gespräch für beide Seiten. Für die Konversation haben sich die chinesischen Schüler mit Geschenken bedankt.
Am Nachmittag haben wir mit dem Bus eine Stadtrundfahrt durch Shanghais Innenstadt unternommen. Leider konnten wir nicht am Bund, der berühmten Ufer Promenade, entlang fahren da diese zur Zeit gesperrt ist. Deshalb haben wir das Baugelände der Expo besucht. Zuerst wollte man uns aus Sicherheitsgründen nicht auf das Gelände lassen. Aber dann ist ein Sicherheitsbeamter zu uns in den Bus gestiegen und hat uns einen Weg gezeigt, wo wir entlang fahren konnten. Auf der Expo hat jedes Land ein raffiniert verkleidetes Ausstellungsgebäude, dieses Jahr ist das Thema: Der Mensch und seine Umwelt. .
Am Abend hat der Schulleiter Herr Wu, mit Stolz, seine sehr große und schöne Schule gezeigt. Angefangen im Kindergarten diese waren mit Spielzeug vollgestopft und liebevoll von Kindern gestaltet worden. Aber neben den Spielräumen gab es auch Lernräume mit Waschbecken und Prismen, wo die Kinder spielend physikalische Grundlagen beigebracht bekommen. Danach hat der Schulleiter Herr Wu uns die ganzen Wissenschaftsraume gezeigt, diese waren gefüllt mit allerlei Anschauungsmaterial: ausgestopfte Tiere, sezierte Tiere, Modelle, Messgeräte, Physikbaukästen und vielem mehr. Anschließend waren wir noch in hochmodernen Technik und Computerräumen. Zum Schluss hat er uns noch die Aula/Theater und eine Versammlungshalle zwei getrennte (riesige) Räume. Meiner Meinung nach hat er jeden Grund auf solch eine Schule stolz zu sein.
Am Ende des Tages hat uns die gesamte Schulleitung in das fünf Sterne Restaurant “The Golden Jaguar” eingeladen. Mit Gold und Teak- & Ebenholz an den Wänden, prächtigen enormen Kronleuchtern. An jeder Ecke stand eine freundliche Bedienung, die einem den richtigen Weg wies, in der phänomenalen Anlage. Die Speisen waren exzellent hergerichtet und delikat zubereitet, ein zehn Gänge Menu. Die Gerichte waren so verschieden und exotisch wie wir sie kaum zuvor gesehen hatten. (Tom Walter)
Donnerstag, den 18.03.
Heute Morgen fuhren wir zum "Central Business District" Shanghais, also zu den höchsten und den wirtschaftlich-wichtigsten Wolkenkratzern in wahrscheinlich ganz China (ausgeschlossen Taiwan). Nachdem wir die Entscheidung gefällt hatten auf das "Shanghai World Financial Center"; von den Deutschen, nach seiner Form, auch der "Flaschenöffner" genannt; wurden wir durch mehrere Sicherheitsschleusen in den futuristisch hergerichteten Keller des Gebäudes geschickt. Die Wände und der Boden waren silberschwarz gefliest, an der Decke hingen bunt blinkende Lichter, überall gab es digitale Anzeigetafeln und die Angestellten des touristenzugänglichen Bereiches trugen silbergraue Anzüge.
Nachdem wir mehrere Etagen im Keller des Gebäudes durchlaufen hatten und noch mit dem fotoepileptiker-unfreundlich beleuchteten Fahrstuhl bis nach fast ganz oben geschossen wurden waren, hatte keiner mehr die Höhenorientierung, bis wir die erste Aussichtplattform des Hochhauses betraten. Von da aus gab allerdings eine weite Übersicht, die aber, wegen dem Smog der über Shanghai lastet und den unendlich vielen Häusern, keinen Anfang oder Ende der wahnsinnigen Metropole ausmachen ließ.
Wer schon unten die verknoteten Straßen der City nicht verstanden hatten, hatte nun(hier oben) den ganzen Überblick von der Stadtplanung Shanghais verloren. Überall ragten Hochhäuser aus vielen Wohnblöcken, an einem Rand der Stadt kommentiert Smog den seinen Einfluss auf unsere Welt, auf der Meerseite protzt Shanghai mit dem größten Containerhafen der Welt, welcher allerdings von hier kaum zu sehen war. Aber die Stadt hat auch einen grünen Park mit Teich.
Am Nachmittag führte uns unsere Stadtrundfahrt zu der größten Einkaufstraße, der "Nanjing Road". Selbst der Laden mit der kleinsten Fassade hatte mindestens drei Etagen mit ca. tausend Quadratmetern pro Etage. Aber auch in den sehr beliebten und großen Kaufhäusern, gab es viel zu Staunen, den diese waren im einzelnen so fast genauso groß wie der Thüringen Park, und jetzt muss man sich nur noch vorstellen das davon mehrere an einer Straße liegen. Was es hier alles zu kaufen gab, muss man wohl nicht extra erwähnen. (Tom Walter)
Freitag, 19.03.2010
Der heutige Tag war sehr erlebnisreich. Wir trafen uns alle wie gewohnt vor 7.50Uhr vor der Eingangstür der Schule in Shanghai. Alle erschienen, außer Herrn Chen. Also machten sich alle erst einmal auf die Suche nach ihm. Als er endlich auftauchte, stellte sich heraus, dass es Max Weber sehr schlecht ging. Also gab Herr Chen den Lehrern Bescheid, dass sich ein Schüler in Herrn Chens Zimmer lege und sich dort ausruhe. Das trauten sich aber die chinesischen Lehrerinnen nicht zu und bestanden darauf, dass Herr Chen dort bleibe und mit Max ins Krankenhaus fährt. Und so fuhren wir nach einigen Diskussionen mit 2 ausschließlich chinesisch sprechenden Lehrerinnen los um unser lang ersehntes Ziel zu erreichen: die Altstadt.
Dort angekommen schauten wir uns erst einmal den Yu-Garten an. Dieser ist der größte Garten in Shanghai, der nicht von einem Kaiser erbaut wurde (und er ist auch wirklich richtig riesig gewesen ?) Er war so hübsch anzuschauen! Alte, traditionelle, chinesische Häuser, Wasserfälle, Felsen und Magnolien über Magnolien. Ein Traum! Danach bekamen wir 3 Stunden Freizeit in der Altstadt. Erst aßen wir etwas und dann ging es los mit unserer Shoppingtour. Da die Altstadt bekannt dafür ist, dass man die Ware weit herunterhandeln kann, hatten alle hohe Erwartungen an die niedrigen Preise. Diese haben sich dann auch erfüllt. Von Fächern über Stäbchen bis zu Haarnadeln und Qipaos (traditionelle, chinesische Kleider) war alles dabei. Viel Freude hatten wir natürlich auch daran, die chinesische Kultur und die verschiedenen Menschen näher kennen zu lernen.
Dann machten wir uns auf den Rückweg, denn wir wurden schon erwartet von den Schülern unserer Partnerschule. Sie hatten extra für uns ein Programm einstudiert. Wir haben uns alle sehr gefreut und waren total begeistert von den musikalischen und künstlerischen Fähigkeiten der Chinesen. Alles in allem war der Tag einer der schönsten der Reise (bis jetzt) und wir würden alle gerne noch mal die wunderschöne Altstadt besuchen. (Julia Wichmann)
Samstag, 20.03.2010
Am Samstag, den 20.03., trafen wir uns (unserer Meinung nach viel zu früh) um 7.45 Uhr vor der Schule um mit unseren Austauschschülern an eine Schule in einer ärmeren Gegend zu fahren. Nach einer ziemlich langen Fahrt erreichten wir diese. Auch die Schüler dort hatten ein schönes Programm vorbereitet. Zwei kleine Mädchen sangen ein Lied und ein anderes überzeugte und von wahrer Magie (?) Doch auch wir trugen etwas vor. Wir sangen unsere Schulhymne und ein chinesisches Volkslied namens „Molihua“, welches übersetzt Jasminblüte bedeutet. Nachdem uns die Schüler und Schülerinnen durch ihre Schule geführt und wir mit ihnen Kontakte geknüpft hatten, mussten wir leider auch schon wieder los?. Wir fuhren weiter aus Shanghai heraus und kamen in ein kleines Dörfchen. Die Häuser sahen zwar wunderschön aus, die Menschen jedoch waren bettelarm und krank. Es war so traurig, das zu sehen. In diesem Dörfchen war es möglich mit kleinen, ebenfalls wunderschönen Booten über einen kleinen Fluss durch das Dorf hindurch zu fahren. Das war sehr interessant und total romantisch. Als wir die Bootsfahrt beendet hatten, waren wir sehr hungrig und so lud uns der Schulleiter der Schule, die wir besucht hatten zum Essen ein. Doch die deutschen Schüler waren anscheinend nicht sehr begeistert... Das Geschirr war nicht so sauber und die Wände des Restaurants schimmelten schon. Es war nicht sehr appetitlich für uns und so haben wir auch sehr wenig gegessen.
Dann sind wir in einen Freizeitpark gefahren. Leider hatten wir nicht viel Zeit, aber eine superlustige Sache haben wir unternommen: Wir sind in solchen durchsichtigen Bällen, die mit Luft gefüllt waren über das Wasser gelaufen. Das hat uns so viel Spaß gemacht ? Als wir dann müde im Bus saßen, hatten wir eine Idee. Wir wollten alle zusammen in die Karaoke-Bar gehen. Leider konnten einige nicht mitkommen, da ihre Austauschschüler noch zu jung waren und ihre Eltern dies nicht erlaubten. Also aßen die restlichen Schüler zusammen Abendbrot und gingen dann zur Karaoke-Bar. Doch leider wurde uns dort gesagt, dass wir 18 Jahre alt sein müssen, um teilzunehmen. Uns Europäern glaubten sie, dass wir 18 wären, doch unseren Austauschschülern leider nicht. Und so suchten wir eine Alternative. Schließlich gingen wir in ein Casino. Dort hatten wir sehr, sehr viel Spaß und waren traurig, als wir wieder gehen mussten. Als wir jedoch zu Hause ankamen, waren wir so müde, dass wir gleich ins Bett fielen und einschliefen. (Julia Wichmann)
Sonntag, 21.03.2010
Nachdem wir nach einer anstrengenden Schulwoche ausgiebig ausgeschlafen hatten, ging es nach dem Frühstück direkt zum Shopping und Souvenirs kaufen in die City von Shanghai. Nachdem wir mehrere Läden und Kaufhäuser auf der Suche nach dem idealen Souvenir abgegrast hatten, kamen wir schließlich wieder in der Gastfamilie zurück. Mir wurde durch meine Gastmutter beigebracht, wie man Jiaozi, ein chinesische Spezialität, kocht, was fast den ganzen Nachmittag in Anspruch nahm. Auch wenn ich vorher noch nie Jiaozi gemacht hatte, war das Resultat doch recht ordentlich. Zum Abendessen gab es eine weitere, weltweit bekannte, chinesische Spezialität. Die Pekingente! Alles in allem war es ein kulinarisch wertvoller Tag! (Max Weber)
Montag und Dienstag, 22. / 23. 03. 2010 in China
Montag stand uns eine lange Reise von Shanghai nach Fuzhou bevor.
Als wir uns um 07:30 wie gewohnt an der Schule getroffen und noch ein letztes Mal den allmorgendlichen Sport der Shanghai Experimental Middle School genossen hatten, fuhren wir unter Begleitung von Herrn Chen und Frau Ren zum Bahnhof.
Dort angekommen, wurden wir von dessen Größe und Glanz überwältigt die auch der 250km/h schnelle Zug ausstrahlte. Als wir es uns gegen 10:50 Uhr in unserem Abteil gemütlich gemacht und das Gepäck verstaut hatten, erwarteten uns 6 Stunden chinesische Landschaft und erholender Schlaf auf engsten Raum.
Die überwältige Berglandschaft der Provinz Fujian erblickten wir ehrfürchtig und mit Bewunderung, die auf den unzähligen Bildern unser stets gezückten Kameras zu sehen sind. Vorbei an unzähligen, erstaunlich konstruierten, alten Gräbern, die in den Wäldern des Berges lagen und an romantischen Seen mit einfachen und dennoch altertümlich gespaltenen Gebäuden und Kloster, führte uns die Reise in die 3 Millionen Stadt Fuzhou.
Unseren müden Gestalten zum Verdruss musst wir noch eine weitere halbe Stunde mit einem uns bereitgestellten Bus zurücklegen, bis wir das Ziel erreichten. Alle Anstrengung und Müdigkeit war verflogen, als wir den riesigen Campus der Schule betraten und sogleich voller Freude von unseren Austauschpartnern begrüßt wurden. Nachdem alles geklärt war und sich schon langsam zarte Bande bildeten, wurden wir in den Konferenzraum der Schule geführt, in dem uns eine angemessene Begrüßung durch den Schulleiter und den Englischlehrern der Schule bereitet wurde. Anschließend wurden Bilder geschossen und Geschenke überreicht, bevor es zum eigentlichen Ziel geht, den Internatszimmern.
Der erste Eindruck schreckte uns vorerst ein wenig ab, denn anders als bei uns im Internat, schlafen dort bis zu 6 Leute auf Hochbetten in einem kleinen Zimmer. Ihre Schränke und der Schreibtisch stehen unmittelbar unter dem Bett, was sich als platzsparend und kompakt herausstellte. Zudem war ein Besuch bei den Jungs nicht möglich, denn die Häuser sind getrennt und ein gegenseitige Besichtigung der Zimmer strengstens verboten.
Der nächtliche Sparziergang durch den Campus, den sich einige von uns erlaubten, gestaltete sich als äußerst belustigend. Die chinesischen Schüler waren wahrscheinlich nicht über ein Kommen von Europäern vorbereitet worden und sind deshalb, als wir entlang der Flure schlenderten, nicht aus ihrem Staunen und Verwunderung herausgekommen. Gesamte Klassen drehten sich nach uns um und hielten erstaunt ihre Münder zu.
Am nächsten Tag hieß es wieder einmal früh aufstehen und wir erkundeten etwas geschockt die Mensa der Fuzhou Nr. 1 Middle School. Neben Fischköpfen mit Reis und Krebsscheren gab es allerhand Kuriositäten unter dem Essen. (Olivia Dimov)
Mittwoch, 24.03.2010
Wie jeden Tag den wir in Fuzhou verlebten, hatten wir auch an diesem Vormittag Unterricht in chinesischer Kultur. Diesmal stand die Geschichte der chinesischen Schrift sowie Kampfsport auf dem Programm. Durch interessante Powerpoint-Präsentationen wurden uns viele Fakten der chinesischen Geschichte und Kultur verdeutlicht. Nach dem Mittagessen in der riesigen Schulkantine besichtigten wir am Nachmittag eine Privatschule die Teil der Fuzhou Nr. 1 Middle School ist. Nach einem kurzen Aufenthalt dort fuhren wir weiter zum alten Campus der Fuzhou Nr. 1 Middle School. Wir unterhielten uns ausgiebig mit den Schülern und brachten ihnen sogar ein wenig Deutsch bei. Außerdem bekamen wir kleinere Darbietungen zu sehen und kamen auch dazu unser Singtalent unter Beweis zu stellen. Nach unserem Aufenthalt dort, gingen wir in kleinern Gruppen in die Stadt um in einer Einkaufsstrasse „ein wenig“ shoppen zu gehen. Wir kamen einige Stunden später mit Tüten und Einkaufstaschen bepackt wieder am Bus an und fuhren zurück zum Internat. Abends kamen wir dann gegen 20:00 wieder in der Schule an. (Max Weber)
Donnerstag, 25.03.2010
Wie immer sind alle früh aufgestanden und wir trafen uns auf ein Neues vor dem kleinen Shop in dem alle chinesischen Schüler ihre Einkäufe für alles gemacht haben. Nach dem Frühstück gingen wir alle in den Computerraum um Kontakt mit unseren Familien und Freunden aufzunehmen. Darauf machten wir einen Uni-Besuch an der Fuzhou Universität. Dort zeigten uns einige Studenten, welche Germanistik als Hauptfach belegten, ihren Universitätscampus und erzählten von ihrem Alltag als chinesische Studenten. Nach einer 45 minütigen Tour verabschiedeten wir uns auch wieder um auf den Internatscampus der Fuzhou Middle School zurückzukehren, wo auch schon viele Schüler ungeduldig auf unsere Ankunft warteten damit sie mit uns eine Kennenlernen - Aktivität durchführen konnten, welche sie English Corner nannten. Wir erklärten ihn unseren Schulalltag das Leben in Deutschland und wir erkannten schnell die großen Unterschiede der chinesischen und deutschen Kultur. Wissbegierig fragten sie uns 2 Stunden lang voller Eifer aus. Doch dann endlich nach einem langen Tag konnten wir endlich ins Bett gehen und schlafen. (Wenhao)
Freitag, 26.03.2010
Am Freitag nahmen wir zum 1. Mal am chinesischen Unterricht teil. So teilten wir unsere Gruppe auf und gingen mit unseren jeweiligen Austauschschülern in ihren Klassenraum, wo ca. in jedem 50 Schüler auf uns warteten. Nachdem alle am Unterricht teilnahmen, fuhren wir zum Trommelberg, wo sich ein buddhistisches Kloster befindet. Angetan von den Statuen, Gebäuden eines einzigen Tempels erforschten alle einen kleinen Teil der chinesischen Kultur, welcher eine völlig neue Erfahrung darbot. Darauf fuhren wir zum großen Einkaufscenter Carrefour shoppen und essen. Wir aßen ausnahmsweise koreanisches Essen und alle waren begeistert und fasziniert von den Delikatessen der koreanischen Kultur. Großzügigerweise lud uns Herr Walter zu diesem Essen ein. Nachdem wir alle unsere Einkäufe machten, konnten wir nun endlich zu unseren Gastfamilien in Fuzhou gehen. (Wenhao)
Samstag, 27.03.2010
Am Samstag waren wir in unseren Gastfamilien. Ich war morgens einkaufen gegangen und anschließend haben wir uns mit der Gruppe getroffen um in heißen Quellen baden zu gehen. Nach einem eher beschwerlichen und kurvigen Weg durch eine wunderschöne Berg -und Wald Landschaft. Als wir dort ankamen mussten wir uns umziehen um anschließend in den heißen Quellen baden zu können. Die Quellen waren alle wunderschön und das baden in Ihnen war sehr erholsam. In der Anlage befanden sich 12 Quellen die alle unterschiedliche Größe und Wärme hatten. So gab es welche in denen die Wassertemperatur 50 Grad betrug und in anderen nur 30 Grad. Nach 4 Stunden Baden waren wir und unsere Austauschschüler so geschafft das wir beschlossen wieder zurück zu fahren. Die Fahrtzeit betrug 1.5 Stunden. Nach diesem doch sehr ereignisreichen Tag fielen wir alle erschöpft in unsere Betten bei den Gastfamilien. (Sophia Peter)
Sonntag, 28. 03. 2010
Am Sonntag haben Olivia, Johanna, Elli und ich mit unseren Austausch Schülern eine Shopping Tour durch Fuzhou unternommen. Das war sehr interessant da wir viele Läden und Straßen der Stadt sahen. Auch die Läden waren anders als in Deutschland. Vor fast jedem Laden stand ein Mensch der versucht hat Passanten dazu zu animieren in den Laden zu kommen und zu kaufen. Anschließend trafen wir uns mit dem Rest der Gruppe vor eine Karaoke -Bar in der wir dann die nächsten 3 Stunden mit singen, Karten spielen und essen verbrachten. Um 17.00 dann wurden wir alle von unseren Gasteltern in das Internat gebracht, wo wir uns dann von ihnen verabschieden mussten. Allen von uns wurden viele Geschenke überreicht. Anschließend wurde gegessen und gepackt und danach geschlafen. (Sophia Peter)
Montag und Dienstag, 29.03 - 30.03.2010
Am Montagmorgen, den 29.03., trafen wir uns wieder auf dem Schulhof. Wir waren spät dran, denn wir mussten unseren Zug von Fuzhou nach Shanghai schaffen. Also brachen alle in Hektik aus. Für einen langen ausführlichen Abschied blieb uns leider keine Zeit. Wir machten noch alle schnell ein Foto mit dem chinesischen Schulfotografen und fuhren dann auch schon um 8 Uhr los. Am Bahnhof angekommen mussten wir uns durch sämtliche Kontrollen kämpfen.
Es war für uns an diesem Tag eine ungewohnte Situation. Denn wir waren mit Herrn Walter (der leider weder Chinesisch noch Englisch konnte) auf uns allein gestellt, weil Herr Chen noch einige Tage in Fuzhou bei seiner Familie bleiben wollte. So fuhren wir um 9:44 Uhr mit der Bahn los. Mit 249 km/h fuhren wir unseren, zum Glück schon bekannten Familien in Shanghai wieder entgegen. Nach 6 Stunden anstrengender Fahrt und heftigster Lärmbelästigung von einer sich unterhaltenden Gruppe chinesischer Damen, kamen wir endlich an dem Shanghaier Bahnhof an. Wir freuten uns unsäglich auf saubere Klos und eine warme Dusche in unseren Familienhäusern. Wir wurden wieder einmal herzlich an der Schule von unseren Gasteltern empfangen und machten uns mit ihnen auf den Nachhauseweg. Einige von uns kauften am Abend noch ihre letzten Souvenirs, andere aber packten nur noch ihre Sachen und gingen dann auch schon völlig erschöpft zu Bett.
Am Dienstagmorgen mussten wir alle früher aufstehen als gewöhnlich. Denn dies war der Tag unserer Abreise. Dieser sahen wir alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Denn wir freuten uns alle wie wahnsinnig unsere Familien wieder zu sehen, aber wir hatten unsere kleinen, lächelnden, chinesischen Freunde, trotz einiger Altersunterschiede, doch irgendwie in unsere Herzen geschlossen. Auch China, mit seiner unverwechselbaren Kultur und seinen unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen, die es in uns hinterlassen hat, mussten wir nun verlassen. Nun war der Zeitpunkt des Abschieds bekommen. Wir tauschten noch Adressen und E-Mail-Adressen aus und dann ging es auch schon los. Der Kleinbus, in dem wir allesamt saßen, senkte sich durch unser und das Gewicht unserer Koffer. Langsam aber sicher kamen wir am Flughafen an. Wir mussten wieder einmal einige Kontrollen über uns ergehen lassen, bis wir endlich im Flugzeug saßen. Auf dem Rückflug war es zwölf Stunden lang hell. Für manche von uns war Schlafen unmöglich. Also vertrieben wir uns die Zeit mit Spielen wie „Stadt-Land-Fluss“, oder Tic-Tac-Toe. Einzelne Personen machten auch noch nette Bekanntschaften im Flugzeug. Diese 12 Stunden schienen schneller zu vergehen, als beim Hinflug. Beim Landeanflug waren alle hundemüde. Kaum am festen deutschen Erdboden angekommen, konnten wir es kaum erwarten unsere Koffer zu schnappen und unseren Familien in die Arme zu fallen. Wir hatte furchtbar viel zu erzählen und alle hörten mit großer Neugier zu was wir im großen, weit entfernten China alles so erlebt hatten.
Dies war eine gelungene Reise für uns alle. Vielen Dank an Herrn Chen, Herrn Walter und alle anderen Organisatoren. (Elisabeth Gruber)
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